Die Babygalerie der Uniklinik Freiburg zeigt Fotos von Neugeborenen, deren Familien der Veröffentlichung zugestimmt haben. Nach Angaben des Anbieters findet das kostenlose Shooting in der Klinik statt. Danach erhalten die Eltern Zugang zu einem persönlichen Online-Fotoalbum. Sie entscheiden selbst, ob sie Fotos kaufen und ob ein Foto in der öffentlichen Galerie erscheinen soll.
Nach der Geburt melden sich die Eltern beim Anbieter, um einen Termin zu vereinbaren. Der Fotokauf ist freiwillig; die öffentliche Galerie zeigt ein Foto nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Familie. Ältere Angaben zu Dauer, Räumen oder Foto-CDs bestätigen den heutigen Ablauf nicht.
So läuft das Baby-Shooting ab
Die aktuelle Seite des Fotodienstes Baby Smile bittet Eltern, sich nach der Geburt zu melden und einen Termin in der Klinik zu vereinbaren. Ein fester Zeitpunkt oder eine Dauer des Shootings ist dort nicht genannt. Wer wissen möchte, wann ein Termin auf der Station möglich ist, sollte direkt beim Anbieter nachfragen.
Das Shooting kostet laut Anbieter nichts. Danach bekommen Eltern einen persönlichen Zugangscode für ein Online-Fotoalbum, in dem sie die Aufnahmen ansehen können. Eine Bestellung ist freiwillig. Außerdem nennt die Seite ein Willkommensvideo mit dem ersten Foto. Dieses soll innerhalb von 24 Stunden aufs Smartphone gesendet werden. Dazu kommt ein Gutschein über 10 Euro für ein besticktes Produkt. Diese Angebote stammen von Baby Smile und sind nicht als Klinikleistungen bestätigt.
Kleidung und Erinnerungsstücke fürs Shooting
Baby Smile empfiehlt schlichte, einfarbige Kleidung. Eltern können auch eine besondere Decke oder ein Erinnerungsstück mitbringen, wenn es auf den Fotos zu sehen sein soll. Beides ist eine Empfehlung, keine Voraussetzung für das Shooting.
Der ältere Youngaez-Beitrag vom 14. November 2014 nannte eine Dauer von bis zu 20 Minuten und mögliche Räume auf der Station. Auch Fotobuch und Foto-CD wurden damals als kaufbare Produkte beschrieben. Diese Einzelheiten sind auf der aktuell dargestellten Freiburger Angebotsseite nicht bestätigt. Wer eine bestimmte Dauer oder ein bestimmtes Produkt einplanen möchte, sollte die Angaben deshalb vorab beim Fotodienst erfragen.
Fotos veröffentlichen und Datenschutz
Im persönlichen Fotoalbum sehen Eltern die Aufnahmen. Die öffentliche Babygalerie zeigt Fotos, denen die Familie ausdrücklich zugestimmt hat. Eltern sehen die Aufnahmen im privaten Album und entscheiden anschließend, ob sie Bilder bestellen. Für die öffentliche Galerie braucht es laut Anbieter eine ausdrückliche Zustimmung. Ein Shooting bedeutet also nicht automatisch, dass ein Foto öffentlich erscheint.
Ein Galerieeintrag kann den Vornamen und das Geburtsdatum des Kindes enthalten. Die Datenschutzerklärung nennt als mögliche zusätzliche Angaben Geburtszeit, Gewicht, Größe und Nachname sowie das Foto. Vor der Zustimmung sollten Eltern prüfen, welche Informationen zusammen mit dem Bild sichtbar sein sollen.
Laut Datenschutzerklärung ist Baby Smile für die dort beschriebene Datenverarbeitung verantwortlich. Sie sieht vor, Galerieeinträge nach drei Jahren automatisch zu löschen, sofern keine andere Vereinbarung gilt oder die Familie den Eintrag vorher widerruft. Ein Widerruf ist mit Wirkung für die Zukunft möglich; für Anfragen nennt der Anbieter eine Kontaktadresse in der Datenschutzerklärung. Diese Frist bezieht sich auf den öffentlichen Galerieeintrag. Wie lange das persönliche Online-Fotoalbum gespeichert wird und welche Regeln für bestellte Produkte gelten, ist damit nicht geklärt.
Offene Fragen zu Preisen und Ablauf
Die derzeit veröffentlichte Angebotsseite nennt keine vollständige Preisliste für Abzüge oder andere Fotoprodukte. Die Seite sagt auch nicht, wie lange das persönliche Album verfügbar ist, wie lange der Termin dauert oder wie viele Familien einer Veröffentlichung zustimmen.
Die Uniklinik verlinkt die Babygalerie über ihre Seite zur Geburtshilfe und Perinatologie. Die Galerie ist ein zusätzliches Erinnerungsangebot der Geburtshilfe. Die veröffentlichten Klinikzahlen zu Geburten sagen nichts darüber aus, wie viele Familien ein Shooting buchen oder Fotos veröffentlichen lassen.
